Hauke WALTER ist Deutscher Meister im Langsamrauchen

2 Stunden, 9 Minuten, 32 Sekunden

Zwei Stunden, neun Minuten und 32 Sekunden dauerte es, bis Hauke Walter seine Zigarre bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg löschte und damit die Deutsche Meisterschaft 2017 an den Rhein holte.

V.l.n.r.: Hauke Walter & Uwe Domaschk vor dem Wettkampf (Foto: ÄTC)

Aus Koblenz waren gleich drei Teilnehmer zur Deutschen Meisterschaft gereist, die sich Ende August im „Casa del Habano“ der Familie Wilde qualifiziert hatten. Damals ging Uwe Domaschk mit 2 Stunden, 16 Minuten und 21 Sekunden als Sieger hervor. Dicht gefolgt von Hauke Walter, der sich damit auch einen Platz am Tisch der Deutschen Meisterschaft am 11.11.2017 in der Hamburger Nobelbar „RedRoom“ errauchte. Dritter Teilnehmer aus dem Koblenzer Pipe House war Norbert Möhring.

 

Die Messlatte wurde deutlich höher gelegt

In zwölf Vorentscheiden hatten sich die Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft im Langsamrauchen 2017 qualifiziert. Lag im Jahr 2016 die Siegerzeit noch bei einer Stunde und 42 Minuten war am 11.11.2017 schon nach anderthalb Stunden deutlich sichtbar, dass die Siegerzeiten der Vorjahre in diesem Jahr eher Zeiten im starken Mittelfeld der Teilnehmer waren. Nicht alle Teilnehmer der Vorentscheide wagten sich, in Hamburg bei der Deutschen Meisterschaft im Langsamrauchen 2017 mitzurauchen. Also mussten die verbliebenen 20 den Sieger unter sich ausmachen.

Teilnehmer vorne: 3. von rechts ist Hauke Walter, 2. von rechts ist Uwe Domaschk Fotografin: Sigrun Misselhorn (artofsmoke.de)

 

Regeln

Das Langsamrauchen ist eine Kavaliersdisziplin und setzt den „Fair Play“-Gedanken voraus. Jeder Raucher sucht sich seine Zigarre „Montecristo No. 4“ selbst aus. Er darf den Zigarrenring in seiner Position nicht verändern. Hat jeder Teilnehmer seine Zigarre, erhält er einen Cutter und eine Schachtel mit zwei Streichhölzern. Jeder Teilnehmer hat eine Minute Zeit, seine Zigarre anzuschneiden. Weitere Werkzeuge und Hilfsmittel sind nicht erlaubt.

Nach dem Startsignal hat jeder eine weitere Minute Zeit, seine Zigarre mit einem oder beiden Streichhölzern anzuzünden. Ein weiteres Nach- oder Anzünden ist nicht gestattet. In den darauf folgenden fünf Minuten ist es nicht erlaubt, zu sprechen oder sonstige Lautäußerungen abzugeben. (Einer der Teilnehmer hielt sich nicht daran und wurde gleich in der ersten Minute disqualifiziert.) Während der Meisterschaft darf der Sitzplatz nicht verlassen werden – erst, wenn man im Wettbewerb ausscheidet. Während des gesamten Wettbewerbs muss die Zigarre in der Hand oder im Mund gehalten werden. An der Zigarre darf nur gezogen werden. Das Anbrennen des Zigarrenrings führt zur Disqualifikation. Erst nach vierzig Minuten ist es erlaubt, die Asche von der Zigarre abzuaschen. Für vorzeitiges Abaschen gibt es Zeitabzüge.

 

1. und 6. Platz

Gerhard Heimsath gratuliert dem Sieger Hauke Walter (Foto: ÄTC)

Ging beim Koblenzer Vorentscheid noch Uwe Domaschk als hoffnungsfroher Teilnehmer hervor, erzielte er in Hamburg mit einer Rauchzeit von einer Stunde und 40 Minuten den 6. Platz.

Wettkampfsieger und damit Deutscher Meister im Langsamrauchen wurde sein Raucherfreund Hauke Walter, der nach zwei Stunden, neun Minuten und 32 Sekunden abbrach, bevor er den Zigarrenring erreichte.

 

 

Hauke Walter: „Die Reise nach Hamburg hat sich gelohnt. Die Veranstaltung war perfekt organisiert. Vielen Dank an Gerhard Heimsath, der in dem wunderbaren Ambiente des RedRoom den Wettbewerb durchführte.“

Astrid hatte auf ihren Mann als Sieger gewettet und gewonnen. Die beiden Zigarrenraucher Hauke Walter und Uwe Domaschk sind Mitglieder des Heddesdorfer Traditionsvereins „ÄTC – Älteres Tabaks Collegium“, deren Mitglieder sich einmal monatlich treffen, um in gepflegter Atmosphäre zu rauchen oder einfach nur zusammen zu kommen. Denn Rauchen ist keine Pflicht, da etwa 70 % der Mitglieder Nichtraucher sind. Das hindert sie aber nicht daran, bei den monatlichen Treffen oder den Veranstaltungen des ÄTC teilzunehmen.

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen – beim nächsten Monatstreffen wird es sicher viel über die Deutsche Meisterschaft zu erzählen geben.

 

Weihnachtsfeier

Zur diesjährigen Weihnachtsfeier  sind alle Mitglieder mit Begleitung eingeladen:

2. Dezember 2017

15.00 Uhr
Am Nachmittag gibt es für alle Familienmitglieder (ob mit oder ohne Kinder) Kaffee und Kuchen. Anschließend werden die Kinder beschert.

 

19.00 Uhr
Am Abend trifft sich die große Vereinsfamilie zur Weihnachtsfeier  mit einem gemeinsamen Abendessen. In diesem Jahr steht das Schnitzel in verschiedenen Variationen auf der Speisekarte – als klassisches Schnitzel Jägerart, als Schnitzel Zigeunerart oder als Schnitzel Natur – alle mit Gemüse und Kartoffelgratin.

 

 

Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Langsamrauchen

Damit haben unsere beiden Vereinsmitglieder Hauke Walter und Uwe Domaschk nicht unbedingt gerechnet: sie qualifizierten sich für eine Reise nach Hamburg zur Deutschen Meisterschaft im Langsamrauchen.

Aber von vorn:
Das Pipe House Wilde in Koblenz rief auf zum Langsamrauchen einer Zigarre „Monte Christo Nr. 4“. Am Wettbewerb im „La Casa del Habano“ in der Jesuitengasse nahmen 15 Raucher teil. La Casa del Habano ist die Bezeichnung und Auszeichnung für die am besten mit Habanos sortierten Tabakfachgeschäfte weltweit. In dem großen, begehbaren Klimaraum  mit allen Habanosspezialitäten versammelten sich die Teilnehmer, um möglichst lang(sam) an einer Zigarre zu rauchen.
Der erste Teilnehmer schied bereits nach sieben Minuten aus und nach und nach versammelten sich 12 Teilnehmer an der Bar und fieberten mit den drei verbliebenen Wettkämpfern mit. Der Drittplatzierte rauchte 61 Minuten an seiner Zigarre – und jetzt wurde es spannend! Hauke Walter löschte ca. 20 Minuten später seine Zigarre, da er den 2. Platz sicher hatte.
Sieger des Koblenzer Wettbewerbes im Langsamrauchen wurde unser Kassierer Uwe Domaschk mit zwei Stunden und 16 Minuten!!!


Ausgerechnet zwei Neuwieder – Mitglieder im ÄTC – entschieden den Wettbewerb in Koblenz für sich! Wir gratulieren den beiden, die nun eingeladen sind, an der Deutschen Meisterschaft teilzunehmen, die am 11.11.2017 in der Hansestadt Hamburg stattfinden wird.

Wir drücken die Daumen – gut Qualm!!

 

 

Rauchen für Jedermann

Beim alljährlichen Sommerfest des Älteren Tabak Collegium nahmen am 16. Juli 2017 beim „RAUCHEN FÜR JEDERMANN“ wieder Vereinsmitglieder und Gäste teil.

Jeder Teilnehmer erhielt eine Zigarre, die er so langsam wie möglich rauchen sollte. Dann hieß es „Feuer frei“ – die Zigarren klimmten und jetzt mussten die Raucher die Glut so lange wie möglich am glimmen halten. Das Wettrauchen fand im Freien statt, so dass die klimatischen Bedingungen dazu beitrugen, dass nach einer Stunde und 40 Minuten der Sieger feststand.

Mit 100 Minuten gewann Hauke Walter den Pokal 2017. Der 2. Vorsitzende Manfred Ehlen gratuliert.
Zweiter wurde Jürgen Krause

 

V. l. n. r.: 3. Sieger Sven Glabach, der stellvertr. Vorsitzende Manfred Ehlen, 1. Sieger Walter Hauke, 2. Sieger Jürgen Krause

Sommerfest 2017

15.-16. Juli 2017 in Heddesdorf

Am Samstag, den 15. und Sonntag den 16. Juli, veranstaltet das Ältere Tabaks Collegium 1870 Heddesdorf, mittlerweile der zweitälteste Verein vor Ort, auf dem Gelände des Turnvereins Heddesdorf, Bgm.-Bidgenbach-Straße sein alljährliches Sommerfest. Eröffnet wird das Wochenende samstags ab 18 Uhr. Nach dem traditionellen Fassanstich wird am späteren Abend eine wie immer schöne Tombola die Besucher zum Verweilen anspornen.

Sonntagmorgen ist ab 10.30 Uhr ein zünftiger Frühschoppen angesagt. Gegen 12.30 Uhr wird man ein offenes Wettrauchen für jedermann um den „Nette-Pokal“ veranstalten.

An beiden Tagen werden den Besuchern Spezialitäten vom Grill, sowie geistige Getränke zu zivilen Preisen angeboten.

Ein alter Brauch: Wettrauchen am Karfreitag

 

Schon seit vielen Jahren findet jedes Jahr am Karfreitag das so genannte „Osterrauchen“ statt.
In früheren Jahren war dies stets ein Wettrauchen mit dem befreundeten Verein „Nie Gedacht“.  In jedem Jahr trafen sich die Mitglieder beider Vereine, um dem blauen Dunst zu frönen – immer abwechselnd: einmal im „Kroog“ – dem Vereinslokal der „Nie Gedacht“ und im darauf folgenden Jahr im „Bürgerhaus“ – dem Vereinslokal des ÄTC.

Beides ist längst Geschichte. Sowohl die beiden Vereinslokale gibt es nicht mehr als auch den befreundeten Verein „Nie Gedacht“.

Die Tradition des Osterrauchens ist aber erhalten geblieben.  Und so fand auch in diesem Jahr wieder das Wettrauchen statt, zu dem sich 16 Vereinsmitglieder einfanden.

 

Um den Wanderpreis haben schließlich 8 Teilnehmer bis zum letzten Zug geraucht … 🙂
Bei diesem Wettkampf beteiligen sich auch Nichtraucher, denn beim Zigarre rauchen, geht es vor allem um Geselligkeit!

Das Ziel des Wettrauchens ist es, die Zigarre so lange wie möglich glimmen zu lassen – ohne das die Glut erlöscht. Ein Schiedsrichter beaufsichtigt den Wettkampf, bei dem es zum Schluss nur noch um wenige Millimeter Tabak geht.

In diesem Jahr ging in einem zeitlich engen Finale Hermann Resch als Sieger des ÄTC-Osterrauchens mit 132 Minuten hervor. Dicht gefolgt von Werner Göller, der 130 Minuten an seiner Zigarre rauchte. Den 3. Platz belegte der Schatzmeister des Vereins Uwe Domaschk mit 129 Minuten.

v. l. n. r. Uwe Domaschk (3. Platz), Manfred Ehlen (2. Vorsitzender überreicht die Preise), Hermann Resch (1. Platz), Werner Göller (2. Platz)

 

Tabaks Collegium

Bereits im 17. Jahrhundert traf man sich zu einem Tabakskollegium bei Hof. Der Brauch hatte wohl seinen Ursprung in den benachbarten Niederlanden und wurde durch König Friedrich I und dessen Sohn Friedrich Wilhelm I zu einer Institution.

König Friedrich I war der Meinung, „… dass der Gebrauch des Tabkas gegen alle böse Luft gut sei …“ Und so traf man sich zum geselligen Beisammensein, um gemeinsam zu rauchen. Und nicht nur „Mann“ traf sich, auch Damen nahmen an den Tabakskollegien teil. Dabei war das sonst strenge Hofzeremoniell eher gelockert – wie man auf deinem Gemälde von Paul Carl Leygebe aus der Zeit um 1710 erkennen kann. Hier sitzen Damen und Herren zusammen. Es wurden Getränke serviert und aus holländischen Tonpfeifen geraucht. Es heißt, das Rauchen war eigentlich Pflicht, man konnte sich jedoch davon loskaufen, in dem man für wohltätige Zwecke spendete.

Eine grundlegende Änderung führte der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I jedoch herbei. Er schloss die Damen aus und macht das Tabakskollegium zu einer reinen Männergesellschaft, die sich in einfach möblierten Räumen traf, reichlich Bier tranken und beim Rauchen aus Ton- oder Meerschaumpfeifen überwiegend über politische und religiöse Themen diskutierten.

Sein Sohn Friedrich II hatte jedoch eine entschiedene Abneigung gegen das Tabakrauchen und beendete die Tradition am preußischen Hof.

Circa einhundert Jahre später gründete sich im Jahre 1870 in Heddesdorf das Ältere Tabaks Collegium und pflegt seitdem den Rauchsport, obwohl etwa 70 Prozent der Mitglieder Nichtraucher sind.

 

 

Presseschau: Sommerfest 2015

Heddesdorf. Das Ältere Tabaks Collegium Heddesdorf lud zum zweitägigen Sommerfest und zahlreiche Besucher fanden den Weg auf das Gelände des Turnvereins Heddesdorf. Man saß bei herrlichem Sommerwetter zusammen um den Fassanstich zu genießen, später dann wurde den Gästen eine Tombola präsentiert, wo es viele tolle Preise zu gewinnen gab. Am nächsten Tag traf man sich zum Frühschoppen, um am Mittag das traditionelle Zigarrenwettrauchen um den Nette-Edel Pils Pokal auszurauchen. Nach knapp zwei Stunden standen die Sieger fest. An beiden Tagen genossen die Besucher bei kühlen Getränken und Grillgut schöne Stunden beim mittlerweile zweitältesten Verein in Heddesdorf.

Presseschau: ÄTC traf sich zur Jahreshauptversammlung

Heddesdorf. Das Ältere Tabaks Collegium Heddesdorf lud zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte Dorfschänke.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Fredi Lötsch folgten die Berichte des Schriftführers, des Kassierers und der Kassenprüfer.

Nun kam man zu den Ehrungen:
Vereinsmeister im Zigarren-Langsamrauchen wurde Kollege Hauke Walter mit 501 Minuten. Den zweiten Platz errauchte Horst Rech mit 481 Minuten. Dritter wurde David Jakoby mit 331 Minuten.

Für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit ehrte man Rolf Kühlborn, Heinz Nagel und Dieter Petry.
Auf 40 Jahre Vereinstreue blicken die Kollegen Manfred Siemeister und Horst Wengenroth zurück.

Nachdem man im Anschluss alle anstehenden Termine im neuen Geschäftsjahr absegnete, schloss man nach einem gemeinsamen Abendessen eine harmonische Jahreshauptversammlung.